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Das war einmal...

Hip-Hop Entstehung

Hip Hop entstand in den späten 60ern als Musik von schwarzen Jugendlichen, die eine Alternative zu Bandenkriegen suchten. In den verwahrlosten Straßen der New Yorker Bronx konnte sich diese Kultur ungestört entwickeln, weil sich Niemand von Außerhalb für die "Schwarzenghettos" interessierte. Sprayer, welche die grauen Bronxwände mit Graffiti verschönerten und friedliche Breakdance-Crews, die mit ihren Turntables durch die Straßen zogen, entwickelten in 5 Jahren das, was wir heute Hip Hop nennen.

Basler Hip-Hop Geschichte

Hip-Hop in Basel begann Anfang der 80er-Jahre in einem sehr kleinen Kreis von jungen Leuten Fuss zu fassen. Hip-Hop wurde vor allem durch Filme wie "Wild Style" und "Style Wars" um 1984 herum beliebt. Hip-Hop entwickelte sich hier wie in den USA als Selbsthilfe-Bewegung von Jugendlichen, die sich an den Rand gedrängt fühlten. Sie waren auf der Suche nach Selbstbestätigung, dem Gefühl, auch etwas wert zu sein. Sie konnten sich und anderen zeigen, dass auch junge Leute etwas Tolles zustande kriegen können. Sie gaben sich einen Künstlernamen, der dies oft symbolisiert. Hip-Hop gab eine Lebenseinstellung mit, die ihnen durchs Leben half. Die 80er-Jahre war ein Frust-Jahrzehnt für Jugendliche. Jugendproteste waren in der ganzen Schweiz an der Tagesordnung. Viele waren frustriert, weil sie das Gefühl hatten, nirgendswo erwünscht zu sein. Viele landeten auf der Strasse, Frust und Gewalt nahmen zu, die Steinenvorstadt wurde berüchtigt für seine gewalttätigen Gangs. Zu Beginn der 90er-Jahre kam das Drogenproblem. Immer mehr Jugendliche nahmen Heroin. Viele Aktive in der Hip-Hop-Szene konnten es nicht mit ansehen, wie die anderen, darunter auch Bekannte, an den Drogen zugrunde gingen und stellten 1993 eine Anti-Drogen-Aktion ("Wake Up") auf die Beine: Sie schrieben einen Rap, veranstalteten ein Konzert auf dem Barfüsserplatz, darauf folgte ein Präventionssampler und eine Tournee durch die Schweiz.

Zu dieser Zeit wurde die Szene neu durchmischt. Viele Neue kamen hinzu durch den Hip-Hop-Boom um 1993/94, ausgelöst durch die Kommerzialisierung der Strassenkultur. Rap wurde in verpoppter Form der breiten Masse zugänglich. Auf der anderen Seite war die Kommerzialisierung auch eine Chance für den "eigentlichen Hip-Hop", der immer mehr ins Radio- und Fernsehprogramm integriert wurde.

Die Öffentlichkeit wird nach und nach auf das künstlerische Know-How in der Szene aufmerksam, und Hip-Hop-Kultur taucht auf Vereins- und Firmenfesten, in Sportabteilungen von Kaufhäusern und im Theater auf.

Hip-Hop in der Region

Basel hat eine lebhafte Hip-Hop Szene. Sie hat Künstlerinnen und Künstler hervor gebracht, die einen hohen Professionalisierungsgrad erreicht haben und schweizweit zu den Besten zählen. Man denke an die Breakdance Crew "Basel City Attack" (dreifache Schweizer Meister) um Cozkun (bester Single Breaker Europas 1998) oder an DJ Ace (Schweizer Meister im Scratchen 1996, zweifacher türkischer Meister 1997 und 1998). Die (Graffiti-) Line in der Einfahrt vom Bahnhof SBB, ist europaweit bekannt und geschätzt. Der Erste, der auf Schweizerdeutsch rappte, war ein Basler (Black Tiger). Auch im Baselland lebt die Hip-Hop Szene stark, auch durch das von Poet gegründete Label Wb-Tal Records/Booking. Die Szene aus Basel und Baselland sind stark durchmischt, es wird nicht gross unterschieden Stadt oder Land.